Betriebsfahrzeug oder privater Pkw? So fahren Einzelunternehmen steuerlich am günstigsten.

Wer als Einzelpersonen-Unternehmen ein Fahrzeug besitzt, nutzt dieses nicht nur privat, sondern zumeist auch betrieblich. Wie Ihr Pkw aus steuerlicher Sicht zu betrachten ist, damit Sie als EPU günstig fahren, hängt von einigen Faktoren ab.

Für die Zuordnung zu Betriebs- oder Privatvermögen gilt die 50-Prozent-Regel. Für einen betrieblich genutzten Privat-Pkw können die anteilsmäßigen Betriebskosten abgesetzt werden oder eine Abrechnung mittels Kilometergeldes erfolgen. Die gefahrenen Kilometer sind jedenfalls mittels Fahrtenbuches oder App genau zu dokumentieren.

Das Kfz zählt zum Betriebsvermögen? Was gilt als Betriebsausgabe?

  • Mehr als 50 % der gefahrenen Kilometer sind der Unternehmertätigkeit zuzuschreiben.
  • Laufende Aufwendungen für Treibstoff oder Versicherung gelten als Betriebsausgabe.
  • Die AfA gilt nur für das Maß der betrieblichen Nutzung als Betriebsausgabe.
  • Der private Kostenanteil muss ausgeschieden werden.

Vorsteuerabzug? Bei Betriebsfahrzeugen nur eingeschränkt möglich!

  • Für Pkw, Kombis, SUVs oder Sportwagen besteht in der Regel kein Recht auf Vorsteuerabzug – das gilt auch für die laufenden Kosten.
  • Im Anlageverzeichnis daher den Bruttokaufpreis (bis maximal 40.000 Euro) ansetzen.
  • Steuerliche Nutzungsdauer für Pkw, Kombis, SUVs, Sportwagen beträgt acht Jahre.
  • Bei Klein-Lkw, Lkw und Kleinbussen darf die Vorsteuer abgezogen werden.
  • Es gilt eine „betriebliche Nutzungsdauer“ von fünf Jahren.
  • Prüfen Sie die Liste des BMF für vorsteuerabzugsberechtigte Fahrzeugtypen!

Sie nutzen das Kfz weniger als 50 % für Ihre Firma? 

  • Betriebskosten, die auf die betriebliche Nutzung entfallen und die anteilsmäßige Absetzung für Abnutzung (AfA) als Betriebsausgaben sind absetzbar.
  • Kosten für die gesamten betrieblich gefahrenen Kilometer gelten uneingeschränkt als Betriebsausgabe.
  • Anstelle der anteilsmäßigen Betriebskosten kann amtliches Kilometergeld für die beruflich gefahrenen Kilometer als Betriebsausgaben geltend gemacht werden – aber Achtung: jährlich nur bis zum Höchstmaß von 30.000 km
  • Km-Geld: Damit sind alle laufenden Kosten wie Kraftstoff, Versicherungen etc. abgegolten.

Unser Tipp: Nutzen Sie Fahrtenbücher aus dem Fachhandel oder entsprechende Apps – es gilt die Grundaufzeichnung! Excel-Dokumente als Fahrtenbücher werden nicht anerkannt, da sie nachträglich veränderbar sind.

Die Experten der Buchhaltungsberufe beraten Sie zu den Steuervorteilen in der Anschaffung von Fahrzeugen und bei der steuerlich günstigsten Variante der Abrechnung.

Für weitere Informationen zur Nutzung von Betriebsfahrzeugen sprechen Sie mit Ihrem/er (Bilanz-)buchhalterIn, der/die alle erforderlichen Informationen für Sie bereithält.

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