Die Rufe der IT-Branche werden immer schriller

Markus Roth, Obmann der Fachgruppe OÖ Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie, ist über den Know-how-Mangel alarmiert. In der Kronen Zeitung nimmt er dazu Stellung:

Fachgruppen-Obmann über Know-how-Mangel alarmiert

In Österreich fehlen 10.000 Informatiker, EU-weit eine Million. „Das sind konservative Schätzungen“, so Markus Roth von der Fachgruppe für Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT in der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Der Mangel an IT-Know-how wächst, ein radikales Umdenken ist nötig.

Von den 1678 Studiengängen in Österreich haben lediglich 135 einen IT-Fokus, auch bei den Lehrberufen sieht die Verteilung ähnlich aus. Auch das versetzt Markus Roth in höchste Alarmbereitschaft. „Der Computer wird der wichtigste Arbeitskollege, zum Teil ist er es schon, es gibt auch sehr viele Ausbildungsmöglichkeiten, aber trotzdem nicht mehr Menschen, die sich für IT interessieren“, wundert sich der Obmann der Fachgruppe für Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT in der Wirtschaftskammer Oberösterreich.

„Wer nichts im Bereich der IT lernt, hat in zehn Jahren keinen Job mehr“

Eltern, Lehrer, die Politik – alle sind gefragt, um das Ruder herumzureißen. „Wer nichts im Bereich der IT lernt, hat in zehn Jahren keinen Job mehr“, glaubt Roth. Ob es „5 vor 12“ oder schon „5 nach 12“ ist? „Es ist drei Stunden zu spät“, kommt’s von Roth zurück. „Eine Programmiersprache zu lernen, das muss wie Lesen, Schreiben und Rechnen dazugehören – in anderen Ländern ist das ganz normal“, sagt der gebürtige Tiroler.

Quelle: Kronen Zeitung, Barbara Kneidinger